Presseinformationen

Weihnachtsoratorium

„Jauchzet frohlocket, auf, preiset die Tage“.  Auch in diesem Jahr wird der NEUE KNABENCHOR HAMBURG das „Weihnachtsoratorium“ von Johann Sebastian Bach aufführen.

Unter der Leitung von Jens Bauditz werden die Kantaten 1 bis 3 und 6 mit dem Knabenchor, den Solisten Annika Sophie Ritlewski (Sopran), Ulrich Weller (Altus), Johannes Gaubitz (Tenor), Ingo Witzke (Bass) und dem Hamburger Barockorchester erklingen.

In den sechs Gottesdiensten zwischen dem ersten Weihnachtsfeiertag 1734 und dem Epiphaniasfest 1735 sang der Thomanerchor Leipzig erstmals die sechs Kantaten des Weihnachtsoratoriums unter der Leitung von Thomaskantor Johann Sebastian Bach. Die Vertonung der Geburtsgeschichte Jesu wird darin von festlichen Chören, bekannten Chorälen und einzelne Momente empfindenden Arien umrahmt. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist das Weihnachtsoratorium nicht mehr aus der weihnachtlichen Konzertlandschaft wegzudenken.

Der NEUE KNABENCHOR HAMBURG widmete sich 2011, dem Jahr seines 20jährigen Jubiläums, erstmals dem bekannten Vokalwerk. Nach diesem großen Erfolg werden nun in der Adventszeit 2012 erneut die Knabenstimmen erklingen.

In diesem Jahr mit einem Instrumentalensemble, das auf historischen Instrumenten oder Kopien von Instrumenten aus dem 18. Jahrhundert spielen wird – sicherlich ein besonderes und außergewöhnliches Klangerlebnis hier in Hamburg.

Der NEUE KNABENCHOR HAMBURG ist eines der größten Ensembles an der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg. 1991 wurde er unter der Leitung von Brigitte Siebenkittel gegründet und entwickelte sich auch unter ihrem Nachfolger Ulrich Kaiser zu einer über Hamburgs und Deutschlands Grenzen hinaus bekannten Knabenchorschule, die höchsten künstlerischen Anspruch, musikalische Begeisterung und frühkindliche Förderung miteinander vereint. In zahlreichen Konzerten im In- und Ausland, auf Konzertreisen nach Barcelona, Rom, Prag, durch die Niederlande, Dänemark, Schweiz, Italien, die USA und Israel sowie in vielen Städten Deutschlands, u. a. auch beim Schleswig-Holstein- Musikfestival, begeisterten die jungen Stimmen. Seit Januar 2012 leitet der im Dresdner Kreuzchor aufgewachsene Jens Bauditz den NEUEN KNABENCHOR HAMBURG.

Erstes Konzert unter neuer Leitung

Im Februar 2012 hat Jens Bauditz die Leitung des NEUEN KNABENCHORES HAMBURG übernommen.
Jens Bauditz wurde in Dresden geboren und absolvierte seine Diplome in den Fächern Chordirigieren und Gesangspädagogik an der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” Berlin. Aufgewachsen im Dresdner Kreuzchor sang er bereits als Knabenalt solistische Partien an der Komischen Oper Berlin, am Staatstheater Cottbus und an der Semperoper Dresden. Als Erster Präfekt des Chores sammelte er schon früh dirigentische Erfahrungen. Zur Förderung seiner musikalischen Begabung wurde ihm 2002 das 10. Rudolf- Mauersberger-Stipendium des Dresdner Kreuzchores verliehen.
Schon parallel zum Studium war seine Arbeit als Dirigent sehr vielfältig und umfangreich. Seit seiner Gründung 1998 leitet er den aus Alumni des Dresdner Kreuzchores bestehenden Männerchor “arcanum musicae”.
Seit 2007 ist Jens Bauditz Leiter des Kammerchores “cantamus berlin”. Von 2007 bis 2011 arbeitete er zudem bei der “Potsdamer Singakademie”, zunächst als Assistent des Sinfonischen Chores, ab 2009 als Gründer und Leiter des “Claudius-Ensembles”. 2010 erhielt Jens Bauditz einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” als Leiter des Chores am Berliner Musikgymnasiums “Carl Philipp Emanuel Bach”.
In Meisterkursen arbeitete er u. a. mit dem Hilliard-Ensemble, Frieder Bernius, Denis Rouger, Søren Kinch Hansen und Stefan Parkman.

Das Konzertprogramm – „Ein Märchen aus alten Zeiten“

„Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin, ein Märchen aus alten Zeiten, das kommt mir nicht aus dem Sinn.“
Was Heinrich Heine zum Auftakt seines Gedichtes über die legendenhafte Nixe Loreley formulierte, hat sich der NEUE KNABENCHOR HAMBURG über sein erstes Konzertprogramm unter neuer Leitung geschrieben. Die jungen Stimmen singen weltliche Chormusik u. a. von Robert Schumann, Antonín Dvorák sowie Helmut Barbe und erzählen dabei von erblühendem Leben und summenden Faltern, von zaubernden Zigeunern und korallenen Gespenstern, vom Abschied und von großen Träumen.
Am Klavier wird der NEUE KNABENCHOR HAMBURG klanglich unterstützt von Georg Mikus.

20 Jahre Neuer Knabenchor Hamburg

Hamburg, 02.09.2011

Der NEUE KNABENCHOR HAMBURG ist eines der größten Ensembles an der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg. 1991 unter der Leitung von Brigitte Siebenkittel gegründet, wird der Chor seit 2003 von Ulrich Kaiser geleitet, der an die erfolgreiche Arbeit seiner Vorgängerin anknüpfte und mit großem Engagement und neuen Impulsen eine Knabenchorschule mit über 100 Sängern aufbaute.
Seither konnte der Chor in zahlreichen Konzerten im In- und Ausland, auf Konzertreisen nach Rom, Prag, durch die Niederlande, Dänemark, Schweiz, Italien, die USA und Israel sowie in vielen Städten Deutschlands u.a. auch beim Schleswig-Holstein-Musikfestival seinen außergewöhnlich reinen und flexiblen Klang unter Beweis stellen.

Anlässlich seines 20jährigen Bestehens stellt der Neue Knabenchor Hamburg zusammen mit dem Ensemble „The Playfords“ weltliche und geistliche Chor- und Instrumentalmusik aus Renaissance und Frühbarock vor.
Es werden sowohl homophone Liedsätze von deutschen Komponisten wie Hans Leo Hassler oder Heinrich Isaac erklingen als auch polyphone Werke englischer Madrigalisten wie William Byrd und John Bennet sowie rein instrumentale Tanzsätzen bspw. von John Playford. Mit verschieden großen Rahmentrommeln, Chitarrone, Barockgitarre, Blockflöten, Viola da gamba und Barockvioline wird das Ensemble für Alte Musik „The Playfords“ aus Leipzig den Knabenchor mit klangfarbenreichem Instrumentalklang ergänzen.

Es wird eines der letzten Konzerte von Ulrich Kaiser mit dem Neuen Knabenchor Hamburg sein, denn der langjährige Chorleiter wird zum Jahreswechsel zum Kinderchor des MDR nach Leipzig wechseln.
Im Dezember wird der Hauptchor noch einige Male unter Ulrich Kaiser zu hören sein, u.a. am 3.12.2011 (19 Uhr, Kirche St. Johannis-Harvestehude) mit dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Weitere Termine finden Sie unter Home.

Konzertdaten:

Sonntag, 25.09.2011, 16 Uhr
Jubiläumskonzert des Neuen Knabenchores Hamburg
mit dem Instrumentalensemble „The Playfords“ (Leipzig)
Chor- und Instrumentalmusik aus Renaissance und Frühbarock
Leitung: Ulrich Kaiser

Sommerkonzert der Vorchöre

Das diesjährige Sommerkonzert der Vorchöre 1, 2 und 3 der drei- bis neunjährigen Knaben findet statt am 13. Juli 2008 um 17.00 Uhr im Forum der Hochschule für Musik und Theater (Forum) Harvestehuder Weg 12 (Eingang Milchstraße).
Vorgetragen werden Kinder- und Volkslieder.
Leitung: Ulrich Kaiser

Karten für dieses Konzert nur an der Tageskasse. Wir freuen uns über ganz viele Konzertbesucher und rauschenden Beifall!

Europäische Chormusik aus sieben Jahrhunderten Das Sommerkonzert

Der Neue Knabenchor Hamburg lädt ein zum Sommerkonzert am kommenden Sonnabend, 5. Juli 2008 um 17.00 Uhr in die Kirche St. Johannis Harvestehude im Turmweg.

Auf dem Programm steht geistliche Chormusik aus sieben Jahrhunderten. Dabei wird zugleich ein musikalischer Bogen von fast 1000 Jahren europäischer Chormusik gespannt mit Kompositionen von Herrmann von Reichenau, Morley, Duruflé, Mozart und Brahms bis zu dem zeitgenössischen Komponisten Gustav Gunsenheimer (geboren 1934).
Leitung: Ulrich Kaiser; Orgel: Moritz Schott.

Sommer ’05

Ein Sommernachtstraum: Neuer Knabenchor Hamburg reist nach Mittelerde

Das klang doch zunächst alles zu fantastisch, um wahr zu sein. Kurz vor
den Sommerferien erreichte uns eine dringende Anfrage aus heiterem Himmel:

Kann der Chor die deutsche Uraufführung der “Lord of the Rings Symphony”
mit gestalten?

Immerhin eine hochkarätig besetzte Sache im Rahmen des SHMF unter der
Leitung von Terry Edwards, der auch den Soundtrack zum Film “Der Herr der
Ringe” mit eingespielt hat und damit einen Oscar ergattern konnte. Mit von
der Partie: Der NDR Chor, das NDR Pops Orchestra, der SHMF Festival Chor
und die Sopranistin Ann de Rais.

Verständlicherweise löste das Hektik aus. Schaffen wir die Einstudierung
in so kurzer Frist? Können da die Jungs überhaupt? (schließlich fängt das
neue Schuljahr an) Wie viel ist denn überhaupt zu singen? Die Filmmusik
dauert ja 12 Stunden.

Während sich alle Fragen im Laufe der folgenden Tage in bewährter
Kooperation mit Eltern, Jugendmusikschule, Chorleitung und Management klärten,
freuten sich die Jungs bereits auf eine fantastische musikalische Reise ins Land
der Hobbits, Elben, Orks und Schwarzen Reiter.

Nur einer hatte ziemlich große Bedenken. Frans-Friedemann Bruhn (13)
wollte sich die Zusage zum Knabensopran-Solo doch gründlich überlegen. Wie
viele Leute kommen denn dort hin? war eine zentrale Frage. Und: Schaffe
ich das Vorsingen beim NDR? Letzteres war dann leichter als erwartet und
mit einigem Zureden fiel die Entscheidung. Ja, ich mach’s! Von da an sah
man Frans-Friedemann in jeder freien Minute mit MP3-Player und tief in den
Notentext versunken.

Am Freitag, den 5.8. war es dann so weit: Auf ins Schullandheim nach
Neu-Lankau bei Mölln. Zum ersten Male hatte der Chor eine Sommerfreizeit
geplant, die eigentlich zur Vorbereitung der Herbsttournee dienen sollte,
nun aber durch die große Aufgabe eine besondere Bedeutung bekam. Hatte es
anfangs noch den einen oder anderen Skeptiker gegeben (“… in den großen
Ferien zum Knabenchor? Da kommt doch keiner…!”) waren es dann doch 30
Sänger, die den Bus am Dammtorbahnhof bestiegen, nicht nur, um gemeinsam
zu singen, sondern auch einmal längere Zeit zusammen zu sein und das
Miteinander in der Gemeinschaft zu erleben.

So standen denn auch neben dem “Pflichtprogramm” ein paar spannende Punkte
auf der Agenda. Bereits die gemeinsame Kanufahrt erinnerte ein wenig an
die Flussfahrt der “Gefährten” und spätestens bei der Nachtwanderung waren
sich einige ziemlich sicher, in den Sümpfen rechts und links des Weges das
eine oder andere Augenpaar gesehen zu haben.

Auf der Busfahrt nach Hannover wurde auch dem letzten klar: Jetzt wird es
ernst! Denn nun kommen die entscheidenden Schlussproben mit dem gesamten
Ensemble im NDR Landesfunkhaus. Doch dann die Überraschung: Ein glänzend
gelaunter und netter Terry Edwards, der hochzufrieden verkündete, noch
nie mit einem so professionellen und perfekt vorbereiteten Knabenchor
zusammengearbeitet zu haben! (Und dabei ist er immerhin rund
um den Globus in Sachen Chorproduktionen unterwegs…)

Viel könnte man berichten von den Eindrücken aus diesen intensiven
Probentagen, von der tollen Atmosphäre zwischen den Profis von Chor und
Orchester und den Knaben, dem komfortablen Hotel und der guten Laune des
Dirigenten, die immer wieder alle mitriss.

Dann aber nahte der große Abend in den Holstenhallen in Neumünster. Aus ganz
Deutschland waren die Fans angereist, ein buntes Publikum im Abendkleid
ebenso wie im Elbenkostüm, und so manch einer hatte tatsächlich
Hobbitfüße. Mehr als 2.500 Besucher wollten das Spektakel sehen und hören.
Über 200 aktive Musiker auf der Bühne, Lightshow und Videowall fast wie
bei einem Rockkonzert, dazu eine gigantische Technik für einen satten
Sound. Und der hatte es wirklich in sich. Zu eindrucksvoll projizierten
Zeichnungen entfesselte Terry Edwards eine dramatische Klangkulisse, die
uns jede Einzelheit der Geschichte um Rohan, Mordor und das Elbenland
nachspüren ließ. Begeistert waren denn auch nicht nur die Zuhörer, die am
Ende mehr als 15 Minuten Standing Ovations boten, sondern auch die Presse.

Das Hamburger Abendblatt meint:
Der Londoner Dirigent Edwards und seine mehr als 200 Musiker und Sänger
haben dieser Partitur am Sonnabend so viel Leben eingehaucht, daß der
Originalscore von Shore selbst ebenso übertroffen wurde wie die exzellente
CD-Einspielung der Prager Philharmoniker aus dem Vorjahr…Dies war ein
Konzert der Sorte “für die Ewigkeit”. Eine Viertelstunde Standing Ovations
waren der Dank des begeisterten Publikums.

Und die Kieler Nachrichten schreiben:
(…)Terry Edwards (…) versteht es aufs prachtvollste, das große NDR
Pops Orchestra mit der Chorakademie des Schleswig-Holstein Musik
Festivals, dem NDR Chor und dem Neuen Knabenchor Hamburg zu einem
einheitlichen Klangkörper zu verflechten – die Vielzahl der Leitmotive
wächst hier zu einer Gesamtheit zusammen, die es gelegentlich für die
solistischen Glanzlichter aufzubrechen gilt. Und auch hier Meisterliches.
Das Solo des Chorknaben, glockenklar, nicht engels-, sondern elbengleich,
ließ die Neumünsteraner Holstenhalle vor Beifall schier erbeben…

Tja, so war das. Als sich dann alle nach reichlich Schulterklopfen auf den
Heimweg machten, da wird so manch einer im Bus oder auf dem Rücksitz
gedankenversunken als Hobbit im Elbenland unterwegs gewesen sein.

Sommer ’05

Ein Sommernachtstraum: Neuer Knabenchor Hamburg reist nach Mittelerde

Das klang doch zunächst alles zu fantastisch, um wahr zu sein. Kurz vor
den Sommerferien erreichte uns eine dringende Anfrage aus heiterem Himmel:

Kann der Chor die deutsche Uraufführung der “Lord of the Rings Symphony”
mit gestalten?

Immerhin eine hochkarätig besetzte Sache im Rahmen des SHMF unter der
Leitung von Terry Edwards, der auch den Soundtrack zum Film “Der Herr der
Ringe” mit eingespielt hat und damit einen Oscar ergattern konnte. Mit von
der Partie: Der NDR Chor, das NDR Pops Orchestra, der SHMF Festival Chor
und die Sopranistin Ann de Rais.

Verständlicherweise löste das Hektik aus. Schaffen wir die Einstudierung
in so kurzer Frist? Können da die Jungs überhaupt? (schließlich fängt das
neue Schuljahr an) Wie viel ist denn überhaupt zu singen? Die Filmmusik
dauert ja 12 Stunden.

Während sich alle Fragen im Laufe der folgenden Tage in bewährter
Kooperation mit Eltern, Jugendmusikschule, Chorleitung und Management klärten,
freuten sich die Jungs bereits auf eine fantastische musikalische Reise ins Land
der Hobbits, Elben, Orks und Schwarzen Reiter.

Nur einer hatte ziemlich große Bedenken. Frans-Friedemann Bruhn (13)
wollte sich die Zusage zum Knabensopran-Solo doch gründlich überlegen. Wie
viele Leute kommen denn dort hin? war eine zentrale Frage. Und: Schaffe
ich das Vorsingen beim NDR? Letzteres war dann leichter als erwartet und
mit einigem Zureden fiel die Entscheidung. Ja, ich mach’s! Von da an sah
man Frans-Friedemann in jeder freien Minute mit MP3-Player und tief in den
Notentext versunken.

Am Freitag, den 5.8. war es dann so weit: Auf ins Schullandheim nach
Neu-Lankau bei Mölln. Zum ersten Male hatte der Chor eine Sommerfreizeit
geplant, die eigentlich zur Vorbereitung der Herbsttournee dienen sollte,
nun aber durch die große Aufgabe eine besondere Bedeutung bekam. Hatte es
anfangs noch den einen oder anderen Skeptiker gegeben (“… in den großen
Ferien zum Knabenchor? Da kommt doch keiner…!”) waren es dann doch 30
Sänger, die den Bus am Dammtorbahnhof bestiegen, nicht nur, um gemeinsam
zu singen, sondern auch einmal längere Zeit zusammen zu sein und das
Miteinander in der Gemeinschaft zu erleben.

So standen denn auch neben dem “Pflichtprogramm” ein paar spannende Punkte
auf der Agenda. Bereits die gemeinsame Kanufahrt erinnerte ein wenig an
die Flussfahrt der “Gefährten” und spätestens bei der Nachtwanderung waren
sich einige ziemlich sicher, in den Sümpfen rechts und links des Weges das
eine oder andere Augenpaar gesehen zu haben.

Auf der Busfahrt nach Hannover wurde auch dem letzten klar: Jetzt wird es
ernst! Denn nun kommen die entscheidenden Schlussproben mit dem gesamten
Ensemble im NDR Landesfunkhaus. Doch dann die Überraschung: Ein glänzend
gelaunter und netter Terry Edwards, der hochzufrieden verkündete, noch
nie mit einem so professionellen und perfekt vorbereiteten Knabenchor
zusammengearbeitet zu haben! (Und dabei ist er immerhin rund
um den Globus in Sachen Chorproduktionen unterwegs…)

Viel könnte man berichten von den Eindrücken aus diesen intensiven
Probentagen, von der tollen Atmosphäre zwischen den Profis von Chor und
Orchester und den Knaben, dem komfortablen Hotel und der guten Laune des
Dirigenten, die immer wieder alle mitriss.

Dann aber nahte der große Abend in den Holstenhallen in Neumünster. Aus ganz
Deutschland waren die Fans angereist, ein buntes Publikum im Abendkleid
ebenso wie im Elbenkostüm, und so manch einer hatte tatsächlich
Hobbitfüße. Mehr als 2.500 Besucher wollten das Spektakel sehen und hören.
Über 200 aktive Musiker auf der Bühne, Lightshow und Videowall fast wie
bei einem Rockkonzert, dazu eine gigantische Technik für einen satten
Sound. Und der hatte es wirklich in sich. Zu eindrucksvoll projizierten
Zeichnungen entfesselte Terry Edwards eine dramatische Klangkulisse, die
uns jede Einzelheit der Geschichte um Rohan, Mordor und das Elbenland
nachspüren ließ. Begeistert waren denn auch nicht nur die Zuhörer, die am
Ende mehr als 15 Minuten Standing Ovations boten, sondern auch die Presse.

Das Hamburger Abendblatt meint:
Der Londoner Dirigent Edwards und seine mehr als 200 Musiker und Sänger
haben dieser Partitur am Sonnabend so viel Leben eingehaucht, daß der
Originalscore von Shore selbst ebenso übertroffen wurde wie die exzellente
CD-Einspielung der Prager Philharmoniker aus dem Vorjahr…Dies war ein
Konzert der Sorte “für die Ewigkeit”. Eine Viertelstunde Standing Ovations
waren der Dank des begeisterten Publikums.

Und die Kieler Nachrichten schreiben:
(…)Terry Edwards (…) versteht es aufs prachtvollste, das große NDR
Pops Orchestra mit der Chorakademie des Schleswig-Holstein Musik
Festivals, dem NDR Chor und dem Neuen Knabenchor Hamburg zu einem
einheitlichen Klangkörper zu verflechten – die Vielzahl der Leitmotive
wächst hier zu einer Gesamtheit zusammen, die es gelegentlich für die
solistischen Glanzlichter aufzubrechen gilt. Und auch hier Meisterliches.
Das Solo des Chorknaben, glockenklar, nicht engels-, sondern elbengleich,
ließ die Neumünsteraner Holstenhalle vor Beifall schier erbeben…

Tja, so war das. Als sich dann alle nach reichlich Schulterklopfen auf den
Heimweg machten, da wird so manch einer im Bus oder auf dem Rücksitz
gedankenversunken als Hobbit im Elbenland unterwegs gewesen sein.

April ’05

Neuer Knabenchor Hamburg geht frisch verstärkt in die Probensaison
11 Knaben wurden in den Hauptchor aufgenommen

Hamburg, 8.April. Nach intensiver Vorbereitung in den Vorchorgruppen war es für 11 Knaben die Feuerprobe: Zum ersten Mal durften sie mit dem Ensemble zum Intensivworkshop nach Maschen, vor die Tore Hamburgs. Das Ziel: Integration in den Hauptchor und Repertoirearbeit. Ein hartes Stück Arbeit, das die 8-10 Jährigen an zwei Tagen zu bewältigen hatten, gab es doch allein mehr als 14 Stunden reine Probenzeit, viele neue Gesichter, und vor allem volle Konzentration auf Stillsitzen und Notentext. Dazu noch das obligatorische Fußballturnier „Knaben gegen Männer“ , die Nachtwanderung und den bunten Quizabend mit vielen Fragen rund um die Musik.
Am Sonntagnachmittag war Chorleiter Ulrich Kasier aber hoch zufrieden: „Die Integration ist voll gelungen. Stimmlich ist der Chor gewachsen und verspricht für die kommende Saison einen rundum strahlenden Knabenchorklang“.
Dennoch ist mit den derzeit 45  Aktiven im Hauptchor die Sollstärke noch nicht erreicht. Kaiser: „Es dürfen gerne doppelt so viele werden“. Bis das soweit ist, müssen die derzeit 63 Knaben in den verschiedenen Vorchorgruppen aber noch kräftig üben. Und längst nicht jeder der Jungen zwischen 3 (!) und 8 Jahren wird nach den Jahren der Vorbereitung den Sprung in die Hauptbesetzung wagen.
Daher sind interessierte und singbegeisterte Jungen in dem Ensemble, das in die Staatliche Jugendmusikschule Hamburg integriert ist, jederzeit willkommen.
Die nächste Vorsingemöglichkeit für Knaben zwischen 3 und 10 Jahren besteht am 23. April zwischen 15:30 und 18 Uhr beim Tag der offenen Tür der Jugendmusikschule am Mittelweg.
Interessierte Eltern melden sich bitte zur Terminabsprache bei Herrn Fahning unter Telefon 040 – 50 09 77 65 oder direkt am Ausstellungsstand in der Jugendmusikschule.
Nach nunmehr genau zwei Jahren unter der Leitung von Ulrich Kaiser sind die hohen Ziele des Ensembles deutlich erkennbar: Der Neue Knabenchor Hamburg will in den nächsten Jahren die Knabenchorszene in Deutschland nachhaltig bereichern. Auf dem Programm stehen dabei zahlreiche Konzerte und Reisen im In- und Ausland. In diesem Jahr reist der Chor nach Italien, Österreich und in die Schweiz. Für 2006 ist eine Tournee nach China geplant, 2007 geht es wieder einmal in die USA und 2008 nach Japan.

Abdruck honorarfrei.
Beleghinweis erbeten.

Herbst ’04

Mit Bach in die Herbstferien

Vom 9.10. bis zum 17.10. geht der Neue Knabenchor Hamburg um seinen Leiter Ulrich Kaiser auf Deutschlandtournee. Die Stationen sind mit Bedacht gewählt und führen die jungen Sänger und das Männerensemble an so illustre Orte wie Wittenberg, Leipzig und Dresden.

Wenn sich die Klassenkameraden mit ihren Eltern in die Herbstferien tummeln, ist es für die Jungs vom Neuen Knabenchor Hamburg mal wieder soweit. Dann werden hier noch die Noten sortiert, dort die Schuhe geputzt und die Hemden gebügelt, und manch einer mogelt das dritte Kuscheltier in die sowieso schon volle Reisetasche. Ferienzeit ist Tourneezeit. Und da packt der Chor wie so oft in den Herbstferien die Koffer und macht sich auf, um auf Konzertreise zu gehen.
In diesem Jahr geht die Fahrt zunächst mit dem Reisebus nach Bad Wildungen. Dort bekommt das Programm seinen letzten Schliff, um dann im Gottesdienst zum ersten Male zu erklingen.

Noch am gleichen Tage findet das Konzert in Möhrfelden/Walldorf bei Frankfurt statt.

In der darauffolgenden Woche ist das Programm eine ausgewogene Mischung aus Konzerten und Kultur. Die Thomaskirche in Leipzig, selbst Heimat eines der berühmtesten Chöre Deutschlands, ist Gastspielstätte zur Eröffnung des neuen Semesters der Universität.
Die Stadtkirche in Wittenberg führt die Sänger an die Wirkungsstätte Martin Luthers.
Den absoluten Höhepunkt aber bildet  ein Konzert in der bereits wiedereröffneten Unterkirche der Frauenkirche in Dresden. In der Partnerstadt Hamburgs führt der Chor u.a. Werke des berühmten Dresdener Kreuzkantors und Komponisten Rudolf Mauersberger auf.
Das Repertoire für diese anspruchsvolle Tournee besteht aus geistlichen Motetten und Chorliedern vom Barock bis in die Moderne. Es werden Werke von Schütz, Tallis, Bach, Rheinberger, Mendelssohn, Mauersberger, Duffe und anderen aufgeführt.

Der neue Knabenchor Hamburg ist eine Chorschule an der Jugendmusikschule Hamburg. Mittlerweile gehören dem Ensemble mehr als 100 Sänger an, von denen ca. 30 Knaben und 10 Männer im Hauptchor singen, während die anderen in verschiedenen Gruppen für ihren Einsatz im Haupt- oder Männerchor ausgebildet werden.
Interessierte Jungen zwischen 6 und 12 Jahren mit Gesangserfahrung haben jederzeit die Möglichkeit, nach einem Vorsingen in den Haupt-Chor aufgenommen zu werden. Das Gleiche gilt für erfahrene Männerstimmen. Kontakt über marc.fahning@neuer-knabenchor-hamburg.de

Abdruck honorarfrei. Beleg erbeten.